Die Frankfurter Innenstadt ist das Herz der Metropole: Zeil, Hauptwache, Konstablerwache und das Bankenviertel erzeugen täglich eine der höchsten Verkehrsdichten in ganz Hessen. Fußgängerzonen, Straßenbahnlinien und Einbahnstraßen machen die Innenstadt zu einem anspruchsvollen Prüfungsgebiet.
6 Gefahrenpunkte analysiert
Ca. 15 Min. Lesezeit
Aktuell geprüft 2026
Die 6 kritischen Gefahrenpunkte in Innenstadt
Diese Stellen sind aus Prüfer-Sicht besonders kritisch – hier wird genau hingeschaut:
01
Konstablerwache – größter Verkehrsknoten der Innenstadt
Extrem
Die Konstablerwache ist einer der meistfrequentierten Plätze Frankfurts. Mehrere Straßenbahnlinien kreuzen, U-Bahn-Ausgänge erzeugen konstanten Fußgängerstrom, und das Einbiegen in die Zeil ist nur für ÖPNV erlaubt. Prüfer testen hier das Erkennen von Fahrverboten und das Verhalten an komplexen Kreuzungen.
02
Hauptwache – historischer Platz mit Fußgängerzone
Extrem
Rund um die Hauptwache ist nahezu alles Fußgängerzone. Zulässige Zufahrtsstraßen müssen genau bekannt sein. Straßenbahnen kreuzen den Platz – Haltestellen sind teils auf der Fahrbahn.
03
Taunusanlage / Neue Mainzer Straße – Bankenviertel
Schwer
Die Hochhausschlucht des Bankenviertels hat breite, mehrspurige Straßen mit schnellem Verkehr. Zu Pendlerzeiten ist die Dichte extrem. Radfahrer auf der Taunusanlage queren regelmäßig.
04
Eschenheimer Anlage / Eschenheimer Tor
Schwer
Historischer Stadtring mit Einbahnstraßenführung. Die Anlagen-Ringe um die Innenstadt haben komplexe Spurführungen und viele Abbiegespuren.
05
Friedberger Anlage / Übergang Nordend
Mittel
Übergang zwischen Innenstadt-Ring und Nordend mit Straßenbahnquerung und dichtem Radfahrverkehr.
06
Zeil / Schillerstraße – Innenstadtkern
Schwer
Die Zeil als Einkaufsstraße ist für Kfz gesperrt. Angrenzende Straßen haben hohen Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten (6–10 Uhr). Prüfer achten auf Fußgänger, die vom Einkaufen kommen.
Konstablerwache und Hauptwache: zentrale Knotenpunkte mit U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn
Bankenviertel: starker Pendlerverkehr morgens 7–9 und abends 17–19 Uhr
Eschenheimer-Anlage-Ring: Einbahnstraßenführung um die gesamte Innenstadt
Viele Tiefgaragenzufahrten im Bankenviertel: Fahrzeuge fahren ohne Warnung heraus
Straßenbahnlinien 11, 12, 16, 17 kreuzen die Innenstadt
Markttage am Liebfrauenberg erhöhen Fußgängeraufkommen dienstags, donnerstags, samstags
Kurzparkzonen und Lieferzonen erzeugen häufige Halte-Manöver von Lieferfahrzeugen
Taxistände an Hauptwache, Konstablerwache und im Bankenviertel
Hochhausschatten im Bankenviertel kann bei Schnee/Eis Glatteis erzeugen (Prüfungsstoff)
Infrastruktur & ÖPNV in Innenstadt
Die Frankfurter Innenstadt ist der Kern des größten Bankenplatzes Deutschlands. Täglich pendeln Hunderttausende Beschäftigte in die City. Die Erschließung ist hervorragend: alle S-Bahn-Linien, alle U-Bahn-Linien und zahlreiche Straßenbahnlinien bedienen Hauptwache und Konstablerwache. Für Fahrschüler ist die Innenstadt wegen ihrer Fußgängerzonen, Einbahnstraßen und der extremen Verkehrsdichte eines der komplexesten Gebiete Frankfurts.
10 häufige Fragen: Führerschein in Frankfurt-Innenstadt
Grundsätzlich ja, außer in den ausgewiesenen Fußgängerzonen (Zeil, Hauptwache-Platz). Die angrenzenden Straßen des Innenstadt-Rings und des Bankenviertels sind für Kfz zugänglich.
Die Konstablerwache ist Frankfurts meistfrequentierter Platz: mehrere Straßenbahnlinien, U-Bahn-Ausgänge und dichter Fußgängerverkehr. Die korrekte Spurwahl und das Erkennen von Fahrverboten sind die wichtigsten Prüfungspunkte.
Die Taunusanlage und die Neue Mainzer Straße sind die Hauptachsen des Bankenviertels. Breite Spuren und schneller Verkehr zu Pendlerzeiten erfordern konsequente Spurhaltung und frühzeitiges Einordnen.
Werktags 7–9 Uhr (Berufsverkehr) und 17–19 Uhr (Feierabend) sind die kritischsten Zeiten. An Samstagen ist durch den Einkaufsverkehr auf der Zeil das Fußgängeraufkommen besonders hoch.
In Frankfurt am Main nimmt ausschließlich der TÜV Hessen Fahrerlaubnisprüfungen ab. Die DEKRA ist in Hessen nicht für Fahrprüfungen zugelassen. Der TÜV Hessen hat Prüfstellen in Frankfurt-Dornbusch, Frankfurt-Höchst und Frankfurt-Sachsenhausen.
Die Prüfungsgebühren beim TÜV Hessen sind bundesweit einheitlich: Theorieprüfung 22,49 €, praktische Prüfung 98,03 € für Klasse B. Hinzu kommen Fahrstunden, Grundbetrag, Sonderfahrten, Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs. Gesamtkosten: 2.500–3.800 €.
Für den Führerscheinantrag beim Stadtordnungsamt Frankfurt (Gutleutstraße 8–14) benötigst du: Personalausweis oder Reisepass im Original, biometrisches Lichtbild (35×45 mm), Sehtest-Bescheinigung (Optiker), Erste-Hilfe-Kurs-Zertifikat (mind. 9 Std.) und den ausgefüllten Antrag. Gebühr: ca. 43 €.
Die Fahrerlaubnisbehörde Frankfurt (Stadtordnungsamt, Gutleutviertel) bearbeitet vollständige Anträge in der Regel innerhalb von 4–8 Wochen. Terminbuchung ist Pflicht: service.frankfurt.de. Ohne Termin ist kein Besuch möglich.
Bei der Theorieprüfung für Klasse B sind maximal 10 Fehlerpunkte erlaubt. Die 30 Fragen haben unterschiedliche Punktgewichtung (2–5 Punkte je nach Schwere des Fehlers). Ab 11 Fehlerpunkten gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Die Probezeit dauert 2 Jahre und gilt für alle Fahranfänger in Deutschland. In dieser Zeit gilt: 0,0 ‰ Alkohol am Steuer, kein Fahren unter Drogeneinfluss. Verstöße verlängern die Probezeit auf 4 Jahre und erfordern ein Aufbauseminar (Kosten: ca. 400 €).