Fechenheim ist Frankfurts östlichster Stadtteil und durch sein Industriegebiet geprägt. Für Fahrschüler bietet Fechenheim eine interessante Mischung aus Wohngebiet-Navigation, Industriestraßen und der Anbindung an die Hanauer Landstraße.
6 Gefahrenpunkte analysiert
Ca. 16 Min. Lesezeit
Aktuell geprüft 2026
Die 6 kritischen Gefahrenpunkte in Fechenheim
Diese Stellen sind aus Prüfer-Sicht besonders kritisch – hier wird genau hingeschaut:
Im Industriegebiet Fechenheim ist die Borsigallee die Hauptachse für schwere Lkw, Sattelzüge und Industriefahrzeuge. Breite Fahrspuren verführen zu höherem Tempo, aber Werkseinfahrten und rückwärts rangierende Fahrzeuge kommen ohne Warnung. Prüfer achten hier auf den Abstand zu schweren Fahrzeugen und das Verhalten bei Rangierverkehr.
02
Straßenbahn-Endstation Fechenheim – Wendebereich
Schwer
Die Endstation der Straßenbahnlinie 11 in Fechenheim ist ein Wendebereich, in dem Bahnen rangieren und in die Gegenrichtung wechseln. Straßenbahnen bewegen sich hier langsamer und aus ungewohnten Winkeln. Prüfer testen das Verhalten gegenüber rangierenden Schienenfahrzeugen.
03
Schießhausstraße / Ortseingang von der Hanauer Landstraße
Mittel
Der Übergang von der Hanauer Landstraße in die Fechenheimer Ortschaft erfolgt über die Schießhausstraße. Geschwindigkeitswechsel von 50 auf 30 km/h, Tempo-30-Hinweisschilder und die enge Ortsdurchfahrt erfordern frühzeitiges Bremsen. Viele Fahrschüler reduzieren die Geschwindigkeit zu spät.
04
Fechenheimer Mainbrücke – Mainquerung Richtung Ost
Mittel
Die Fechenheimer Mainbrücke verbindet den Stadtteil mit dem südlichen Mainufer. Auf der Brücke teilen sich Fahrzeuge und Radfahrer eine schmale Fahrbahn. Die Einfahrt in die Brücke aus der Ortschaft ist durch parkende Fahrzeuge schlecht einsehbar.
Diese Kreuzung verbindet das Fechenheimer Industriegebiet mit der Hanauer Landstraße als Hauptzubringer zur Innenstadt. Lkw biegen hier mit langen Fahrzeugkombinationen ab – die Schleppkurven beanspruchen die gesamte Kreuzungsfläche. Fahrschüler müssen früh anhalten und auf das Ende des Abbiegevorgangs warten.
Das Wohngebiet nördlich der Hauptstraße ist ruhig, hat aber enge Straßen mit hohem Parkdruck durch Bewohner. Rechts-vor-Links gilt an allen ungeregelten Kreuzungen. Schulwege zur Grundschule Fechenheim erhöhen zu Schulzeiten das Aufkommen durch Eltern-Taxen.
Verkehrsbesonderheiten in Fechenheim
Industriegebiet Fechenheim: täglich hoher Schwer- und Sondertransportverkehr
Straßenbahn-Endstation Linie 11: Bahnen wenden – Rangierverkehr auf Schienen
Tempo-30-Zone im gesamten Wohngebiet Fechenheim
Mainbrücke Fechenheim: schmale Fahrbahn mit Radfahrern auf beiden Seiten
Hanauer Landstraße als Hauptzubringer: Übergang 50 auf 30 km/h beachten
Wenige Fußgänger im Industriegebiet, aber plötzliche Werksausfahrten von Fahrzeugen
Grundschule Fechenheim: Elterntaxi-Verkehr morgens und mittags
Maschinen-Transporter und überbreite Fahrzeuge gelegentlich auf Borsigallee
Fechenheimer Wald am Nordrand: gelegentlicher Forstverkehr auf Zubringerstraßen
Wenig Radverkehr im Industriegebiet, aber Radweg entlang des Mains aktiv genutzt
Infrastruktur & ÖPNV in Fechenheim
Fechenheim ist Frankfurts östlichster Stadtteil und traditionell durch Industrie geprägt.
Das Industriegebiet entlang der Borsigallee beheimatet metallverarbeitende Betriebe,
Logistikunternehmen und Produktionsbetriebe, die täglich erheblichen Schwerlastverkehr erzeugen.
Die Erschließung durch den ÖPNV erfolgt über die Straßenbahnlinie 11 (Endstation Fechenheim),
mehrere Buslinien (44, 45) und die S-Bahn am nahegelegenen Ostbahnhof. Der Bahnhof Fechenheim
ist eine Regionalbahn-Station ohne S-Bahn-Halt.
Das Wohngebiet Fechenheim-Nord ist deutlich ruhiger als das Industriegebiet und bietet
Fahrschülern eine entspanntere Lernumgebung. Die Grundschule und mehrere Kitas sorgen
zu Schulzeiten für erhöhten Familienverkehr.
Der Fechenheimer Wald am nördlichen Stadtrand ist ein beliebtes Naherholungsgebiet,
das an Wochenenden Freizeitverkehr auf den Zubringerstraßen erzeugt. Das Mainufer mit
Rad- und Fußweg ist ganzjährig aktiv genutzt.
Für Fahrschüler ist Fechenheim ein interessantes Übungsgebiet: Das Industriegebiet bietet
Übung im Umgang mit Schwerlastverkehr, das Wohngebiet übt Rechts-vor-Links in ruhiger
Umgebung, und die Straßenbahn-Endstation ist eine seltene Prüfungssituation.
10 häufige Fragen: Führerschein in Frankfurt-Fechenheim
Im Industriegebiet ist tagsüber (6–18 Uhr) mit erheblichem Lkw-Verkehr zu rechnen. Das Wohngebiet ist dagegen deutlich ruhiger. Die Straßenbahn-Endstation erzeugt zusätzlichen Wendeverkehr auf den Schienen.
An der Endstation der Straßenbahnlinie 11 wenden die Bahnen – sie fahren langsam und aus ungewohnten Winkeln in den Wendebereich ein. Fahrschüler müssen diesen Vorgang vollständig abwarten, bevor sie weiterfahren.
Im Industriegebiet Fechenheim sind täglich Schwerlasttransporte, Sattelzüge und gelegentlich überbreite Maschinen-Transporter unterwegs. Werkseinfahrten sind schlecht einsehbar – Fahrzeuge können jederzeit ohne Warnung ausfahren.
Fechenheim hat keine direkte Autobahnanbindung. Über die Hanauer Landstraße besteht eine gute Anbindung an die A661 (Frankfurt-Ost) und die A3. Für Autobahnübungen eignen sich die Auffahrten in Niederrad oder Bergen-Enkheim besser.
In Frankfurt am Main nimmt ausschließlich der TÜV Hessen Fahrerlaubnisprüfungen ab. Die DEKRA ist in Hessen nicht für Fahrprüfungen zugelassen. Der TÜV Hessen hat Prüfstellen in Frankfurt-Dornbusch, Frankfurt-Höchst und Frankfurt-Sachsenhausen.
Die Prüfungsgebühren beim TÜV Hessen sind bundesweit einheitlich: Theorieprüfung 22,49 €, praktische Prüfung 98,03 € für Klasse B. Hinzu kommen Fahrstunden, Grundbetrag, Sonderfahrten, Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs. Gesamtkosten: 2.500–3.800 €.
Für den Führerscheinantrag beim Stadtordnungsamt Frankfurt (Gutleutstraße 8–14) benötigst du: Personalausweis oder Reisepass im Original, biometrisches Lichtbild (35×45 mm), Sehtest-Bescheinigung (Optiker), Erste-Hilfe-Kurs-Zertifikat (mind. 9 Std.) und den ausgefüllten Antrag. Gebühr: ca. 43 €.
Die Fahrerlaubnisbehörde Frankfurt (Stadtordnungsamt, Gutleutviertel) bearbeitet vollständige Anträge in der Regel innerhalb von 4–8 Wochen. Terminbuchung ist Pflicht: service.frankfurt.de. Ohne Termin ist kein Besuch möglich.
Bei der Theorieprüfung für Klasse B sind maximal 10 Fehlerpunkte erlaubt. Die 30 Fragen haben unterschiedliche Punktgewichtung (2–5 Punkte je nach Schwere des Fehlers). Ab 11 Fehlerpunkten gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Die Probezeit dauert 2 Jahre und gilt für alle Fahranfänger in Deutschland. In dieser Zeit gilt: 0,0 ‰ Alkohol am Steuer, kein Fahren unter Drogeneinfluss. Verstöße verlängern die Probezeit auf 4 Jahre und erfordern ein Aufbauseminar (Kosten: ca. 400 €).