Frankfurt-Höchst ist ein Stadtteil mit zwei Gesichtern: das historische Altstadtzentrum mit engen Gassen und der riesige Industriepark Höchst mit seinem enormen Schwerlastverkehr. Für Fahrschüler ist Höchst die perfekte Kombination aus Altstadt-Navigation und Industriestraßen-Fahrpraxis.
6 Gefahrenpunkte analysiert
Ca. 19 Min. Lesezeit
Aktuell geprüft 2026
Die 6 kritischen Gefahrenpunkte in Höchst
Diese Stellen sind aus Prüfer-Sicht besonders kritisch – hier wird genau hingeschaut:
01
Industriepark Höchst – Hauptzufahrt Tor West / Tor Ost
Extrem
Die Zufahrten zum Industriepark Höchst sind von Schwerlasttransporten, Chemikalienlastzügen und Tanklastzügen geprägt. Fahrzeuge mit Gefahrgutzeichen (orangefarbene Warntafeln) fahren hier täglich – Fahrschüler müssen den erhöhten Sicherheitsabstand kennen und einhalten. Prüfer achten auf das Erkennen von Gefahrgutzeichen und das vorausschauende Fahren gegenüber überbreiten Fahrzeugen.
02
Bolongarostraße / Historisches Städtchen Höchst
Schwer
Die engen Gassen des historischen Höchster Städtchens rund um die Burg und den Marktplatz erfordern millimetergenaues Einschätzen der Fahrzeugbreite. Die Bolongarostraße hat stellenweise weniger als 4,5 m Breite. Begegnungsverkehr mit entgegenkommenden Fahrzeugen ist alltäglich – wer näher an einer Ausweichstelle ist, wartet.
03
Bahnhof Höchst / Vorplatz – S-Bahn-Knotenpunkt
Schwer
Am Bahnhof Höchst (S1, S2, S8, S9) steigen täglich über 30.000 Fahrgäste um. Der Bahnhofsvorplatz ist durch Taxis, Busse, Fahrräder und Pendler-Fußgänger extrem komplex. Straßenbahn (Linie 11) quert den Vorplatz. Prüfer testen hier das Verhalten in einem hochfrequentierten ÖPNV-Knotenpunkt.
Die Überquerung des Mains bei Höchst ist durch das industrielle Umfeld und den S-Bahn-Betrieb auf der Brücke besonders. Fußgänger- und Radfahrerquerungen nahe dem Bahnhof Höchst erhöhen die Komplexität. Das Einbiegen aus der Brücke auf die Uferstraße erfordert sorgfältige Beobachtung des längs verlaufenden Rad- und Fußgängerwegs.
05
Königsteiner Straße – Ortsdurchfahrt mit Lieferverkehr
Mittel
Die Hauptdurchfahrtsachse Höchsts ist durch Lieferverkehr für die zahlreichen Einzelhandelsgeschäfte belastet. Haltende Lieferfahrzeuge in der zweiten Reihe erzeugen Spurengpässe. Die Straßenbahn quert auf Teilen der Strecke. An Markttagen (dienstags und freitags) steigt das Fußgängeraufkommen auf dem Marktplatz deutlich an.
Im Industriegebiet südlich des Bahnhofs Höchst kreuzen breite Erschließungsstraßen mit regelmäßigem Schwerlastverkehr. Die Verkehrsführung ist industriell geprägt: breite Fahrbahnen ohne Bürgersteige, Lkw-Rangierflächen, unübersichtliche Werkseinfahrten. Prüfer testen hier das Verhalten gegenüber rückwärts rangierenden Fahrzeugen.
Verkehrsbesonderheiten in Höchst
Industriepark Höchst: täglich Schwerlast- und Gefahrguttransporte auf allen Zubringerstraßen
Historisches Städtchen mit Gassen unter 4,5 m Breite – Begegnungsverkehr unvermeidlich
Bahnhof Höchst: vier S-Bahn-Linien (S1, S2, S8, S9) – über 30.000 Fahrgäste täglich
Straßenbahn Linie 11 durch das Stadtzentrum und über den Bahnhofsvorplatz
Markttag dienstags und freitags am Marktplatz erhöht Fußgänger- und Lieferverkehr
Gefahrgutzeichen (orangefarbene Warntafeln) sind auf Industrieparkzufahrten alltäglich
Mainufer mit Rad- und Fußgängerweg erfordert besondere Vorsicht bei Querungen
Zweisprachige Beschilderung (Deutsch/Englisch) im Industriepark-Bereich für internationale Mitarbeiter
Überbreite Sondertransporte auf Industrieparkzufahrten möglich – gelegentliche Vollsperren
Frankfurt-Höchst Fähre als Freizeitziel erzeugt am Wochenende erhöhten Fußgängerverkehr am Ufer
Infrastruktur & ÖPNV in Höchst
Frankfurt-Höchst ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Der Industriepark
Höchst beherbergt über 90 Unternehmen mit zusammen mehr als 22.000 Beschäftigten auf einer
Fläche von 4,6 km². Täglich pendeln Tausende Mitarbeiter mit S-Bahn, Straßenbahn und Pkw.
Die Erschließung durch den ÖPNV ist excellent: Vier S-Bahn-Linien (S1, S2, S8, S9) halten am
Bahnhof Höchst – eine der meistfrequentierten S-Bahn-Stationen im Rhein-Main-Gebiet.
Die Straßenbahnlinie 11 verbindet Höchst mit dem Gallus und der Innenstadt. Mehrere
Buslinien erschließen die Wohngebiete rund um das historische Stadtzentrum.
Das historische Städtchen Höchst mit der Burg, dem Marktplatz und der Bolongarostraße ist
ein touristisches Ziel und erzeugt neben dem alltäglichen Einzelhandels- und Gastronomieverkehr
auch Tagestouristen, die mit dem PKW anreisen und Parkplätze suchen.
Für Fahrschüler ist Höchst die perfekte Kombination aus drei komplett unterschiedlichen
Fahrsituationen: historische Altstadt mit engen Gassen, moderner Industriekomplex mit
Schwerlastverkehr und großstädtischer ÖPNV-Knotenpunkt am Bahnhof. Wer alle drei Bereiche
sicher beherrscht, ist für die Prüfung bestens vorbereitet.
10 häufige Fragen: Führerschein in Frankfurt-Höchst
Ja. Fahrschüler müssen die wichtigsten Gefahrgutzeichen kennen – insbesondere die orangefarbenen Warntafeln an Lkw. Gegenüber Gefahrguttransporten ist ein erhöhter Sicherheitsabstand einzuhalten. Im Industriepark Höchst sind solche Fahrzeuge alltäglich.
Am Bahnhof Frankfurt-Höchst halten die S-Bahn-Linien S1, S2, S8 und S9. Damit ist Höchst einer der wichtigsten S-Bahn-Knotenpunkte im Rhein-Main-Gebiet mit über 30.000 Fahrgästen täglich.
Ja. Schwerlasttransporte, Chemiefahrzeuge mit Gefahrgutzeichen und Sonderlasten prägen das Straßenbild rund um den Industriepark. Prüfer testen gezielt das vorausschauende Fahren und den korrekten Sicherheitsabstand gegenüber diesen Fahrzeugen.
Die Gassen des historischen Stadtkerns haben Breiten von teils unter 4,5 Metern. Begegnungsverkehr ist unvermeidlich. Die Regel: Wer der nächsten Ausweichstelle am nächsten ist, fährt zurück. Zusätzlich erhöhen Marktbesucher und Touristen das Fußgängeraufkommen.
In Frankfurt am Main nimmt ausschließlich der TÜV Hessen Fahrerlaubnisprüfungen ab. Die DEKRA ist in Hessen nicht für Fahrprüfungen zugelassen. Der TÜV Hessen hat Prüfstellen in Frankfurt-Dornbusch, Frankfurt-Höchst und Frankfurt-Sachsenhausen.
Die Prüfungsgebühren beim TÜV Hessen sind bundesweit einheitlich: Theorieprüfung 22,49 €, praktische Prüfung 98,03 € für Klasse B. Hinzu kommen Fahrstunden, Grundbetrag, Sonderfahrten, Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs. Gesamtkosten: 2.500–3.800 €.
Für den Führerscheinantrag beim Stadtordnungsamt Frankfurt (Gutleutstraße 8–14) benötigst du: Personalausweis oder Reisepass im Original, biometrisches Lichtbild (35×45 mm), Sehtest-Bescheinigung (Optiker), Erste-Hilfe-Kurs-Zertifikat (mind. 9 Std.) und den ausgefüllten Antrag. Gebühr: ca. 43 €.
Die Fahrerlaubnisbehörde Frankfurt (Stadtordnungsamt, Gutleutviertel) bearbeitet vollständige Anträge in der Regel innerhalb von 4–8 Wochen. Terminbuchung ist Pflicht: service.frankfurt.de. Ohne Termin ist kein Besuch möglich.
Bei der Theorieprüfung für Klasse B sind maximal 10 Fehlerpunkte erlaubt. Die 30 Fragen haben unterschiedliche Punktgewichtung (2–5 Punkte je nach Schwere des Fehlers). Ab 11 Fehlerpunkten gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Die Probezeit dauert 2 Jahre und gilt für alle Fahranfänger in Deutschland. In dieser Zeit gilt: 0,0 ‰ Alkohol am Steuer, kein Fahren unter Drogeneinfluss. Verstöße verlängern die Probezeit auf 4 Jahre und erfordern ein Aufbauseminar (Kosten: ca. 400 €).